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Zum ersten Mal seit zwei Jahren fand wieder eine Engelbergwallfahrt statt. Da viele eifrige Wallfahrtgänger erst am Samstag um Mitternacht von der Reise aus Malta wiederkamen, wurde die Fußwallfahrt ab 6.00 Uhr gestrichen

und alle fuhren mit dem Bus oder dem Auto zum Klotzenhof. Von da ab ging es, erstmalig  ohne Musikverein, auf den Engelberg. 

Luise Volmer hatte alle Lieder mit der Orgel aufgenommen und die musikalische Begleitung wurde während der Prozession vom Lautsprecher via Handy abgespielt (sag noch mal einer, dass die katholische Kirche nicht modern sei!). Wegen der kurzfristigen Verhinderung eines Lektors unterbrach Diakon Florian Grimm freundlicherweise seinen Urlaub und begleitete die Wallfahrt. Wärend des Weges wurde über das Pilgern nachgedacht. Was sagt doch Hape Kerkeling? " „Pilgern ist also nicht einfach nur Wandern! Wandern bedeutet vor allem ruhiges Vorankommen; Pilgern ist ein bewegtes Innehalten. Wandern ist die äußerliche Unternehmung; Pilgern ist der innerliche Vorgang. Oder, anders ausgedrückt, man wandert mit den Füßen, aber man pilgert mit dem Herzen! Als Pilger geht es darum, Frieden mit sich zu schließen. Der innere Habicht beendet endgültig die Jagd auf die innere Feldmaus! Alle weiteren Friedensverträge mit der Welt, den Menschen und Gott ergeben sich ganz konsequent daraus." 

Am Pfaffenbrunnen wies Michael Spilger darauf hin, wie schwierig lange Zeit die Versorgung der Mönche auf dem Engelberg ohne eigenen Brunnen war.

Auf dem Engelberg wurden alle von Pater Werner begrüßt, der sich sogleich verabschiedete: "In 4 Wochen werde ich versetzt nach Vierzehnheiligen. Aber hierher kommt Pater Dietrich. Nach Obernburg bin ich wirklich immer sehr gerne gegangen!". In seiner Predigt nahm er Bezug auf das Evangelium vom verlorenen Sohn: "Hier geht es nicht um den Sohn, sondern den Vater. Gott liebt alle Menschen, auch die Verbrecher, nicht, weil ihre Taten nicht schlimm seien - das sind sie - sondern, weil sie Gottes Ebenbild sind".

Zum Abschluss ließen sich alle Wallfahrer und viele, die mit dem Auto nachgekommen waren, in der Kosterschenke noch ein leckeres Mittagessen schmecken. 

Ein herzliches Dankeschön Diakon Grimm, Hartmut Ackermann und Dirk Noß für die Technik, den Messdienern und der Lektorin und Organistin Luise.

 

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