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Unsren Glauben öffentlich bezeugen?

Ob dies die große Anzahl der Prozessionsteilnehmer/innen wohl so gesehen hat?

Dass wir den Mittelpunkt unseres Glaubens, den Leib Christi im Allerheiligsten durch die Straßen unseres Ortes tragen, und so auch unseren Glauben bekunden, kommt im Kirchenjahr nur einmal vor.

Und zwar am Fronleichnamsfest, welches jeweils am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zum Gedenken an die Einsetzung der Eucharistie gefeiert wird.

An diesem Tag feiern wir übrigens auch den Namenstag unserer Corpus Domini Kirche!

Die Prozession führt durch unsere Lebensräume. Denn viele Orte, an denen wir vorbeiziehen, stehen stellvertretend für die unterschiedlichen Bereiche unseres Lebens. Und dieser Jesus, den wir im Allerheiligsten mit uns tragen, begleitet uns dabei.

  • So war am 1. Altar ein gedeckter Tisch aufgestellt. Passend zum Evangelium, Mt 22, 2-10 vom Gleichnis des königlichen Hochzeitsmahls. (Die eingeladenen Gäste hatten kein Interesse und gingen lieber ihren eigenen Beschäftigungen nach. Deshalb lud der König andere ein, die die Diener auf den Straßen trafen. Es waren dies Gute und Böse)

Der Tisch ist gedeckt, wer kommen will, der komme!

  • In den Wegtexten zum 2. Altar ging es in erster Linie darum, dass wir durch unseren Glauben an Jesus Hoffnung und Kraft schöpfen können. Denn er ist uns nah in allem, wenn wir dies zulassen.
  • Das Bild am 2. Altar zeigte uns einen Kelch mit der Hostie. Auch hier passend zum Evangelium, Mk 6,34-44 von der Brotvermehrung. (Über 5000 waren es, die kamen um Jesus zu sehen und zu hören. Das Wunder der Brotvermehrung gibt Zeugnis davon: Wenn wir teilen, reicht es für alle!)

Du führst mich hinaus ins Weite, du machst meine Finsternis hell!

  • In den Wegtexten zum 3. Altar ging es um die Nähe Gottes. Gott ist in jedem Menschen zu finden, der dir begegnet. Auch in dir selbst, wenn du es zulässt, ist er deine Kraft und führt dich jeden Tag durchs Leben.
  • Der 3. Altar zeigte ein Plakat mit der Aufschrift: „Unsere Erde ist kein Mülleimer“. Daneben ein Mülleimer mit der Aufschrift: „Eine Sache, die uns alle angeht. Gerne dürfen Sie unsere Erde vom Müll befreien. Das Evangelium. Lk 22, 14-22 handelt vom Paschamahl. (Dem sogenannten „Letzten Abendmahl“, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Durch diesen Neuen Bund mit Jesus werden wir gestärkt. Wir setzen uns ein, für unsere Mitmenschen, für unsere Umwelt. Menschen die mit Jesus unterwegs sind, haben auch einen Blick für das Notwendige und tun etwas dafür.)

Der Herr ist nahe allen, die ihn rufen!

  • Auf der letzten Wegstrecke zum 4. Altar ging es um die Zuversicht, die wir durch die Nähe zu Jesus verspüren.
  • Der 4. Altar zeigt das Alpha und Omega. Das Evangelium von Mt. 14, 22-33 handelt davon, wie Jesus über das Wasser wandelt. (Die Jünger sahen einen Geist kommen. Sie hatten Angst, die sich erst legte, als sie Jesus erkannten und er zu ihnen sprach. Es geht dabei um Vertrauen, dass mein Leben mit Jesus gelingt. Trotz aller Sorgen, Probleme und sonstigen Anfechtungen, die uns das Leben schwer machen.)

Du bist Licht und du bist Leben, Christus unsere Zuversicht.

 

Liebe Leser, vielleicht können Sie jetzt die anfängliche Frage beantworten und können sagen, „Ja, ich möchte meinen Glauben bezeugen, denn mir liegt etwas daran, dass mein Glaube sichtbar bleibt und nicht im stillen Kämmerlein verkümmert.“ 

Wir danken den Familien Aulbach, Rothermich und Seibert, sowie der KJG und dem Frauenbund für die thematische und liebevolle Gestaltung der vier Altäre. 

R.Zieres

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